Ein Abschiedsgedicht von Moni (Mama von Waldvorschüler Jakob)
Für den besten Kindergarten der Welt!
Nach 3 Jahren ist es wohl nun leider so weit,
es heißt „Abschied nehmen“ – und das nicht nur für eine Ferienzeit.
Das Herz der Eltern wiegt schwer…
viele Tränen fließen – und es werden immer noch mehr?!
Was habt ihr nicht alles für unsere Kinder getan,
für deren Entwicklung, Bewegung und deren Elan.
Sie nehmen so viel mit von euch aus dem Wald,
z.B.: wie wird es einem im Winter nicht kalt?
Ob Herbst, ob Winter, ob Frühling, ob Sommer,
die Kinder lieben den Wald - dank euch - nun für immer.
Ihr habt sie gebildet, habt ihnen den Rücken gestärkt,
jeden Tag auf´s Neue haben wir Eltern das gemerkt.
Es passt in kein Gedicht, es passt in kein Wort,
wie viel mehr diese Zeit für die Kinder war hier an diesem Ort.
Was sie von hier mitnehmen, geht weit darüber hinaus
was das Kaninchen frisst – oder die Maus….
Was ihr den Kindern mitgebt, ist ein ganz besonderes Paket:
es beinhaltet die Formel, wie man aufrecht durch´s Leben geht.
Dass man sich hilft und auf den Langsameren wartet
und nicht egoistisch und rücksichtslos zum nächsten Vorteil startet.
Ihr habt sie gelehrt wie man sich richtig verhält,
in der Natur, bei den Tieren – und auf dem Verkehrserziehungs-Feld.
Das alles ist mit Geld oder Gold nicht aufzuwiegen:
eure Leistung, eure Energie und eure ganze Liebe.
Wie schön war die Zeit, wir werden euch nie vergessen,
schon eher würden die Flüsse aufwärts fließen.
Nun lasst uns genießen diese letzten Momente,
bevor es dann heißt: nun isses aber wirklich zu Ende!
Moni, im Juli 2011
von Angela & Bernd mit Levi (wird im Januar drei)
Levi ist jetzt seit Anfang Oktober im Abenteuerland, vorher war er in einer "Indoor"-Krippe. Natürlich habe ich
mir Gedanken gemacht, wie der Umschwung auf "nur noch draußen" für ihn sein würde, aber er macht das einfach toll.
Regen oder Wind scheinen - dank richtiger Kleidung, für die der Waki viele nützliche Tipps gegeben hat - überhaupt
keine Rolle für ihn zu spielen. Kein buntes Spielzeug mehr? Egal. Kein Mittagsschlaf mehr? Macht nichts. In den
ersten Tagen hat er den Ausruh-Wagen für die Kleinsten noch fleißig mit Beschlag belegt, inzwischen läuft und
tobt er viel lieber umher. Der Wald, verwunschene Plätze und weite Wiesen bieten so viele Möglichkeiten, die Fantasie
bekommt Flügel. Sein allmorgendliches Ritual auf der Guten-Morgen-Wiese startet damit, dass er die Kaninchen begrüßt
und mit einigen Grashalmen füttert. Danach springt er mit Mama von einem Baumstamm und "schubst" mich, einen dicken
Tschüß-Kuss inbegriffen, zum Tor hinaus. Wenn dann am Horizont die Sonne aufgeht, während auf der anderen Seite noch
der Mond am Himmel steht, würde ich am liebsten selbst bleiben.
Liebe Grüße, Angela
Carolin und Christian-(Eltern von Hannah)
Seit Hannah in den Waki geht, spielt sie viel fantasievoller in der Natur – Stöcker, Kastanien oder Steine sind fester
Bestandteil ihres Spiels geworden.
Wenn Hannah aus dem Kindergarten kommt, erzählt sie immer sehr viel vom Tag: z.B. welchen Waldplatz sie gesehen hat,
welche Lieder gesungen wurden oder welches Tier sie füttern durfte. Wie das Wetter war oder ob sie nass geworden
ist – davon hat sie noch nie gesprochen.
„Mama, manchmal werfen Leute einfach ihren Müll im Wald auf den Boden. Aber das ist nicht so schlimm, wir sind ja
da und sammeln ihn auf. Wir passen nämlich auf den Wald auf!“
Adam und Jeannette (Waki-Eltern von Arthur und Jonathan)
wir sind glücklich, dass unsere Kinder im Abenteuerland betreut werden...
- weil uns der konzeptionelle Ansatz des Waki jeden Tag aufs Neue überzeugt
(für uns – frei interpretiert- als pädagogisch hervorragender Mix aus anthroposophischen und
freiheitlich christlichen Erziehungsmethoden)
- weil unsere Kinder in liebevoller Art und Weise einen respektvollen und aufmerksamen Umgang mit
der Natur, mit den Menschen um sie herum und nicht zuletzt, mit sich selbst vermittelt bekommen
- weil unseren Kindern jeden Morgen die Waldluft um die Nase weht und sie über Regen lachen, statt
ihn auszuschließen
- weil die Motorik der Kinder stark gefördert wird und die Kinder mit roten Wangen, müde und
vor allem fröhlich vom Kindergarten nach Hause kommen
- weil wir denken, dass Holz spannender als Plastik, Klettern wichtiger als Fernsehen und Matsch
mächtiger als Marken ist!
- UND weil unsere Kinder fast jeden Morgen liebevoll von den Erzieher/innen und den Kindern sprechen
und sie es kaum erwarten können in den Waki zu gehen.
Manja (Mama von Max)
Wir sind seit August 2010 im Waki und waren vorher 6 Monate in einer klassischen Kita. Glücklicherweise
wurde im Waki ein Platz frei und wir wechselten. Vor diesem Hintergrund können wir die großen Unterschiede
ganz gut beurteilen.
Jeden Morgen läuft Max voller Vorfreude den Weg zur Guten-Morgen-Wiese und als Erwachsener möchte man
am liebsten da bleiben, weil es so entspannend ist, morgens als erstes an der klaren, duftenden Waldluft
zu sein, den Nebel aufsteigen zu sehen und fröhlichen Erzieherinnen zu begegnen. Natürlich nicht unbedingt
an kalten Regentagen, aber das liegt wohl eher an meiner falschen Kleidung. Der Geräuschpegel ist niedrig,
die Kinder entspannt und man hat jeden Morgen das gute Gefühl, dass die Kinder es nicht besser haben könnten.
Natürlich steht und fällt eine gute Kita mit den Erzieherinnen/Erziehern. Schon beim ersten Besuch wurde
uns klar, dass es wohl wenige Kitas gibt, die so ein klares und durchdachtes Konzept mit einem solch großen
Engagement durchziehen. Die Kinder, ihre gute Entwicklung und verantwortungsvolle Vorbereitung auf die
Schule und das Leben stehen an erster Stelle. Alle Mitarbeiter begegnen einem jeden Tag fröhlich.
Im Waki kümmerten sich die „alten“ Kinder in der Eingewöhnung rührend um die neuen und es scheint allen
so gegangen zu sein, dass die „Neuen“ schnell in der Gruppe angenommen wurden. Es wird darauf geachtet, dass
die Kinder höflich miteinander umgehen und lernen, Konflikte anders zu lösen als durch hauen und schreien.
Zu Hause fragt Max inzwischen, warum wir so unhöflich sind, wenn wir mal mit ihm schimpfen.
Wenn Max früher nach Hause kam, war er früher voller negativer Energie und Aggression. Heute kommt er auch
müde nach Hause, aber meist gut gelaunt und voller positiver Eindrücke. Denn der Bewegungsradius ist im
Wald ein anderer als in einer „normalen“ Kita. So viele Plätze gibt es im Wald und damit so
unterschiedliche, örtliche Gegebenheiten und Erlebnisse. Die Erzieherinnen bieten immer wieder
spannende Dinge an wie Seilbahn fahren, basteln, Zirkus spielen, kämpfen mit Regeln, uvm. Die Erzieher sind
aktiv dabei und machen Angebote, statt nur Aufsicht zu sein, so dass die Lernlust der Kinder immer
wieder gefördert und befriedigt wird.
Das Schönste, was wir bisher erleben durften, war das Erntedankfest. Das Fest wurde thematisch („Heilpflanzen“)
wochenlang vorbereitet mit den Kindern, sie lernten 5 Heilpflanzen in verschiedenen Spielen kennen und es war
auch zu Hause oft Thema. Als wir morgens zum Fest kamen, brachte jedes Kind von zuhause eine beschriftete
Heilpflanze mit und legte sie in den Erntedankkreis, der wunderschön dekoriert und geschmückt wurde von den
Waki-Mitarbeitern. Die Kinder kochten rote Grütze aus selbstgesammelten Beeren, machten Limonade aus Kräutern,
aßen Brennnessel- und Salbeichips sowie frisch gebackenes Brot mit Blütenbutter und von den Kindern selbst
gemachter Brombeermarmelade.
Als wir Eltern das Alles am Nachmittag kosten durften und uns das Erntedanklied anhörten, habe ich mein Kind so
stolz, erfüllt und glücklich gesehen, dass mir Freudentränen kamen.
Wir sind überzeugt, dass es für uns keine bessere Kita hätte geben können und sind jeden Tag dankbar, dabei sein
zu können und gewechselt zu haben. Unserem Kind geht es jetzt einfach gut und er freut sich, in diese Kita gehen
zu können. Jeden Tag.
Moni und Volker mit Jakob
Die Entscheidung, Jakob in den Waldkindergarten zu geben, war einfach goldrichtig. Obwohl wir ein gutes Stück
vom Niendorfer Gehege entfernt wohnen und die tägliche Fahrstrecke ein wenig Zeit in Anspruch nimmt, haben wir
noch nie daran gezweifelt, dass der Wald die richtige Wahl war. Gerade weil wir mitten in der Stadt wohnen, war
es uns sehr wichtig, dass unser Sohn den Ausgleich in der Natur erleben kann. Die Vorstellung, dass Jakob in einer
klassischen „Kita“ mit geschlossenen Räumen und einem Mini-Auslauf in Form eines Spielplatzes diese wichtigen
prägenden Jahre erleben sollte, war für uns unerträglich – auch wenn es vielleicht der bequemere Weg gewesen wäre.
Am meisten bewusst mir das, wenn ich morgens zur Wiese komme, der Nebel noch aufsteigt, die Sonne über die Wipfel
blitzt, diese herrliche Ruhe wahrnehme und dann sehe, wie die Kinder in der frischen Luft befreit über die Wiese laufen…..
von Senta (Mama von Johannes und Frederik)
Ich habe Johannes heute gefragt, was er im Kindergarten am liebsten mag: "Spielen und lachen. Und das wir mit den
schönen Blättern spielen und auf die Bäume klettern können."
Wir sind einfach glücklich, dass unsere Kinder lernen sich in der Natur wohl zu fühlen und sich durch sie inspirieren
zu lassen und sind der festen Überzeugung, daß sie das ihr Leben lang nicht vergessen werden. Insbesondere so hautnah
die Wechsel der Jahreszeiten mit allen Facetten und Wundern erleben zu können.
Gerade in der Zeit der Reizüberflutungen zu lernen, aus sich selbst heraus kreativ zu werden und die Augen für
kleine Details offen zu halten, kann man wohl an keinem Ort besser lernen.
Wenn wir morgens gerade an einem Herbsttag auf die Wiese kommen, die Sonne gerade aufgeht und der Nebel noch
dicht über dem Boden liegt, habe ich das Gefühl, meine Kinder dürfen wieder ins Märchenland- so verzaubert ist diese
Stimmung. Das muß einen einfach glücklich machen!
Frieren müssen die Kinder nicht- wenn sie richtig angezogen sind- und durch die ständige Bewegung in der Natur
bei Wind und Wetter haben sie ein so toll gestärktes Immunsystem, daß sie eigentlich nie krank sind!
Neulich belehrte uns Johannes, als wir uns über das Hamburger Schietwedder beschwerten: "Das ist nicht schön, wenn
Ihr dazu ein Schimpfwort sagt, das ist wunderschöner Regen! Und alle Bäume und Blumen freuen sich so sehr darüber!"
Ganz liebe Grüße, Senta
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